Gemeinde Zeschdorf

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Ortsteile Alt Zeschdorf und Hohenjesar – Leichte Hügel, schöne Seen Wie ganz Brandenburg verdankt auch das Gebiet um Alt Zeschdorf und Hohenjesar seine Entstehung der letzten Eiszeit. Als sich im Tertiär von Skandinavien bis zu den deutschen Mittelgebirgen geschobene, mehrere hundert Meter hohe Gletschermassen vor ca. 10 000 Jahren nach Norden zurückzogen, hinterließen sie hier in unserem Gebiet eine Endmoränenlandschaft mit Seen. So wundert es nicht, wenn sich in dieser, von der Natur so schön geschmückten Gegend, schon frühestens Menschen ansiedelten. Man nimmt an, dass die Germanen das hiesige nasskalte Klima schlecht vertragen haben und so dieses Gebiet verließen. Alles das führte dazu, dass die um 600 einsetzende Landnahme durch die Slawen in unserem Gebiet erfolgte. Der slawische Name Jesar für See erinnert an diese Zeit. Die slawischen Einwanderer leisteten eine gewaltige Rodungsarbeit. Sie bestellten den damit geschaffenen Acker und begannen das unwegsame Land passierbar zu machen. Um 1230 eroberte der Herzog von Sachsen und Schlesien unser Gebiet und besetzte es mit deutschen Siedlern. Die deutschen Kolonisten nahmen den slawischen Namen Jesar an und gründeten in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts den Ort Hohenjesar. Seit 1523 ist das Rittergut Hohenjesar im Besitz der Familie von Burgsdorff, die den Ort und seine Umgebung über 400 Jahre politisch und wirtschaftlich prägte. 1869 wurden Alt Zeschdorf und Hohenjesar erstmalig durch den Bau des „Alten Dammes“ zusammengeführt. Seit dieser Zeit ist eine lückenlose Beschreibung dieser beiden Orte getrennt nicht möglich, da der Gutsbesitzer von Burgsdorff in diesen beiden Orten präsent war. So ist seit vielen Jahrzehnten das Dorf Hohenjesar mit dem Dorf Alt Zeschdorf in einer Gemeinde vereint. 1998 schlossen sich die Gemeinden Döbberin, Petershagen und Alt Zeschdorf (einschließlich Hohenjesar und Neuzeschdorf ) zur Großgemeinde Zeschdorf mit über 1000 Einwohnern zusammen. Bereits Anfang der 70er Jahre wurde Alt Zeschdorf zum Naherholungsgebiet erklärt. In der abwechslungsreichen Landschaft bieten sich vielfältige Erholungsmöglichkeiten. Dem Besucher werden an dieser Stelle einige markante Sehenswürdigkeiten vorgestellt:

Wer Natur pur sucht, wird hier in Zeschdorf Gefallen finden. Die Besucher können in allen Ortsteilen die verschiedensten Angebote wahrnehmen. Ortsteil Döbberin Das Dorf Döbberin ist ein Straßenangerdorf und wurde 1405 erstmals urkundlich erwähnt. Es zählte 1411 zu einer der ersten Besitzungen des Klosters der Kartäuser zu Frankfurt (Oder). 1506 wurde der Grundbesitz der Viadrina Frankfurt (Oder) übereignet. Die Kirche ist ein romanisierter Backsteinbau mit quadratischem Westturm. Die heutige Gestaltung der Kirche ist aus dem Jahr 1905. Sie ist umgeben von einem alten Gemeindefriedhof, auf dem noch Grabsteine aus dem 17. Jahrhundert zu finden sind. Der spitze Kirchturm aus dem Jahr 1779 ragt weit über das Dorf hinaus. Das Dorf Döbberin wird geprägt durch die typischen Feld- und Backsteinbauten. Die hügelige Landschaft, der Wald und die Seen unterstreichen die malerische Landschaft dieses hübschen Bauerndorfes mit seiner reichhaltigen Flora und Fauna. Das Söllegebiet in der westlichen Gemarkung ist ein Naturdenkmal, ebenso der Wacholderhang am großen Krebssee. Döbberin ist geeignet für den sanften Tourismus, denn dem Besucher wird Ruhe und Erholung geboten. Der Ort lädt zum Wandern, Radeln und zum Angeln ein. Überregionale Berühmtheit hat Döbberin durch den „Ameisenhighway“, der Verbindungsstraße von Döbberin nach Falkenhagen. Beim Bau dieser Straße mussten mehrere Hügel der unter Schutz stehenden Roten Waldameise umgesetzt werden. Ortsteil Petershagen Die Gemeinde Petershagen liegt am Rand eines von Nord nach Süd verlaufenden Urstromtals. Eingerahmt von den Trepliner Seen im Osten, den Falkenhagener Seen im Nordwesten und den Madlitzer Seen im Süden, liegt der Ort in einer waldreichen, naturschönen Landschaft. Petershagen wurde bereits im 13. Jahrhundert gegründet, aber erst 1405 erstmalig als Petrißhain urkundlich erwähnt. Die Bebauung erfolgte an der Handelsstraße von Frankfurt (Oder) nach Berlin. Die Kirche gehört mit ihren aus Granitquadermaterial errichteten, heute verputzten Umfassungsmauern des rechteckigen Langhauses und des ebenso gestalteten Chors etwa dem Ende des 13. Jahrhunderts an. Die Glocken stammen aus dem 15. Jahrhundert. Die reich verzierten geschnitzten barocken Altaraufbauten und die Kanzel tragen die Jahreszahl 1721. Die Kirche verfügt über eine prachtvoll klingende Sauer-Orgel. Im Wald außerhalb des Ortes liegt ein deutscher Soldatenfriedhof, auf dem über 100 Soldaten ihre letzte Ruhe fanden. Höhepunkt der Gemeinde ist das jährliche Dorffest zu Beginn der Sommerferien im ehemaligen Gutspark.

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Kirche in Döbberin